Auszeit auf der Piste: Besser geht’s nicht!

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Meine Kids sind das Größte für mich. Ich freue mich immer, wenn ich mit ihnen zusammen sein kann. In diesem Blog geht es bekanntlich deshalb um schöne Reisen und Auszeiten mit Kindern. Aaaber … also, offen gesagt … meine zwei Kids sind wie Hummeln. Und es gibt Tage, da sehne ich mich so sehr nach etwas Ruhe, dass ich es schon körperlich spüren kann.

Es war jetzt wieder an der Zeit für ein ganz tiefes Durchatmen. Und wo geht das besser als am Meer oder auf dem Berg? Nachdem ich euch vor Kurzem schon von der Ostsee im Winter vorschwärmen konnte, durfte ich jetzt auch noch hoch ins Gebirge.

Der Ort meiner kleinen Runderneuerung liegt im Allgäu, genauer im Kleinwalsertal, und heißt Riezlern. Das Skigebiet Kanzelwand/Fellhorn ist von Stuttgart aus in etwa 2 bis 3 Stunden mit dem Auto zu erreichen und bietet für jeden Skifahrer passende Pisten. 36 Pistenkilometer, 14 Bergbahnen und Lifte. Das gesamte Gebiet Oberstdorf/Kleinwalsertal umfasst auch noch Söllereck, Nebelhorn und Walmendinger Horn. Es erstreckt sich über 128 Kilometer Piste in Deutschland und Österreich. Unten gibt es übrigens auch wunderbare verschneite Landschaften für alle Langlauf-Fans.

fellhorn_familyescapes

Sonntags um halb elf standen wir also auf den Skiern: Es hat geschneit, man hat nichts gesehen und die Pisten waren nicht präpariert. Kein wahres Vergnügen, außer dem Peeling-Effekt der eisigen Kügelchen aus der Schneekanone war da nicht viel mit Erneuerung. Ich werde bei solchem Wetter zum Weichei und flüchte immer ziemlich schnell Richtung Hütte. Auch das hat zwar seinen Charme beim Skifahren, aber jeder starrt dann doch ständig auf die Wetter-App und hofft und hofft.

Unsere wunderbare Entschädigung folgte auch. Tausendprozentig! Am Montag war keine einzige Wolke zu sehen. Also: Neuschnee, Sonne, knallblauer Himmel, leere Montagspisten außerhalb der Ferien.

Bei der ersten Abfahrt in dieser fantastischen weiß-blauen Berglandschaft ist mir fast das Herz aus dem Gesicht gehüpft vor lauter Glück! Klare frische Bergluft! Sonne! Bewegung! Ich hatte das Gefühl, mit jeder Runde mehr Kraft zu tanken … Es gibt nichts Besseres.

Offensichtlich ein Vorteil beim Älterwerden ist es ja, dass es sich vielfältiger genießen lässt. Während es mir früher nur darum ging, möglichst gut die Abhänge runterzukommen, kann ich mich heute an diesem klaren Blau-Weiß der Berglandschaft nicht satt sehen. Die Fahrt nach oben im Sessellift ist inzwischen ein kleines Highlight. Du hörst alles gedämpft, schaukelst durch die gesunde Luft und schaust auf die Schneeschönheit um dich herum. Hach!

Fellhorn/Kanzelwand

Fellhorn/Kanzelwand

Fellhorn/Kanzelwand

Um halb fünf runter an die Schirmbar an der Talstation in Riezlern und nach einer netten Glühwein-Runde ab ins Hotel. Wir haben im Riezler Hof übernachtet. Das ist ein hübsches und komfortables Hotel mit leckerem Essen. Und vor allem ist es nur rund 200 Meter von der Bergbahn entfernt.

Wir waren übrigens von Sonntag auf Montag da, das hat ein paar Vorteile: Sonntags Früh ist nicht viel los auf den Straßen außerhalb der Ferien. Nur eine Übernachtung spart Geld, montags ist das Skigebiet meist leer und auch die Rückfahrt am späten Nachmittag auf nicht überfüllter Strecke gut machbar. Kostet Berufstätige zwar einen Urlaubstag, ist es aber mehr als wert.

Skifoan is des Leiwandste …

Falls ihr Skifahrer seid, kennt ihr das Gefühl, oder? Abends nach einem Tag voller Bewegung, Luft und Sonne mit leicht brennendem Gesicht beim Abendessen sitzen, hemmungslos schlemmen, weil die Kalorien ja schon verbraucht wurden (yeah!) und dann wie ein Stein ist Bett. Ich sag’s nochmal: Es gibt nichts Besseres! Skifoan is des Leiwandste …

Skifahren ist heute endlos teuer, schon die Packerei strengt an und von der Plackerei wie dem Laufen mit Skischuhen und Skiern bis zur Gondel will ich jetzt mal gar nicht reden. Und trotzdem: Skifahren ist ein riesiger phänomenaler unübertrefflicher Mordsspaß. Immer und immer wieder. Ich freue mich jedes Jahr wie verrückt darauf.

Fellhorn KanzelwandAls ich nach diesen zwei Skitagen wieder zuhause war, am Dienstag Früh nach dem üblichen Morgenstress, bis alle fertig und abmarschbereit in Schule, Kindergarten, Büro sind – am Dienstag Früh also saß ich dann um acht Uhr wieder am Schreibtisch bei der Arbeit. Aber ich hatte dieses Glücksgrinsen im Gesicht und fühle mich immer noch runderneuert (und das ist gut so, denn in wenigenTagen haben wir wieder Kindergeburtstag 🙂 )

 

Fahrt ihr auch Ski? Selbst wenn nicht: Schaut, dass eure Kids es lernen dürfen. Ich freue mich heute noch darüber, dass ich als Kind die ganze Skikurs-Gaudi mitmachen konnte und mich dann als Erwachsene nicht mehr mit Schwünge-Üben aufhalten muss. Und ich glaube manchmal, wenn du es als Erwachsener lernst, wägst du eben doch ab, ob sich die Mühe und das viele Geld so auszahlen. Es dauert ein bisschen, wie beim Autofahren, bis es mühelos und spaßig wird. Und erst dann kommt dieser verrückte Kick, den das Skifahren auslöst. Ich war schon oft in Verzückung auf Reisen, aber diese unbändige Mega-Hoch, das dich am liebsten die ganze Zeit jauchzen lässt, das gibt es nur beim Skifahren. An blau-weißen Sonnentagen.

Hach!

Zum Thema „wann lernen Kinder Skifahren?“ habe ich mich ja schon ausgelassen. Auch zur Frage, ob man in den Ferien Skifahren gehen kann – zusammen mit Millionen anderen. Und hier noch unser Lieblingsskigebiet, das Pitztal.

 

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2 Antworten

  1. Hallo,
    ohhhh ich kann es mir vorstellen. Super schön!!!!
    Mir geht es genauso. Ich liebe am Winter und dem Schnee vor allem das Skifahren. Und mittlerweile haben all die Mühen und Anstrengungen sich zum guten gewendet, denn unsere drei grossen Mädels fahren auch begeistert. Tja und im nächsten Jahr muss unser Jüngster ran

    • Genau darauf warte ich! Wir nähern uns laaangsam dem gemeinsamen Fahren 🙂 LG Stefanie

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