Von Schiffen, Geschichten und weiter Ferne: Bremen mit Kindern rockt!

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Seid ihr schon mal in Bremen gewesen? Für uns war es eine Premiere. Kein Wunder eigentlich, schließlich sind es von Stuttgart aus schon ein paar Kilometerchen bis da hoch in den Norden. Letztlich haben wir aber nur staufreie sieben Stunden gebraucht. Unser Bremen-Trip begann auf diese Weise schön entspannt – und ging genauso weiter. Eins vorweg: Das mit dem Wetter ist ein Ding, an dem die Bremer noch arbeiten könnten. Abgesehen davon fanden wir die Stadt toll. Und prima geeignet für eine Städtereise mit Kindern.

Bremen mit KindernDank der Stadtmusikanten ist Bremen eine der wenigen deutschen Städte, die meinen Kids gleich etwas gesagt hat. Und Esel, Katze & Co. sind dann auch dauerpräsent beim Bummeln durch die Innenstadt. Erster Pluspunkt, fanden unsere beiden.

Wir haben aber noch eine ganze Menge andere Highlights gefunden an unserem verlängerten Wochenende.

 

Hier kommt unsere Top Ten für Bremen Kindern:

 

Der Marktplatz

Der historische Markplatz von Bremen ist natürlich die Sehenswürdigkeit Nummer eins. Wir sind gleich am ersten Abend hingepilgert. Und standen und schauten erstmal eine Weile – auf das Rathaus, den berühmten Roland (beides UNESCO-Weltkulturerbe), den Schütting (Haus der Kaufleute und heute Sitz der Handelskammer), die Bürgschaft, den Dom … und natürlich auf die Bremer Stadtmusikanten. Auch das berühmte Bremer Loch ist hier. Was das ist, müsst ihr selbst herausfinden 😉

Wir waren jeden Tag auf diesem altehrwürdigen Platz und jedes Mal fand ich diese Ansammlung beeindruckender Gebäude genial. Alles atmet Geschichte, die Zeit der Hanse wird richtig spürbar.

Bremen mit Kindern

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Die Böttcher Straße

Direkt vom Marktplatz kommt man dann auch in die Böttcher-Straße. Für uns alle auf jeden Fall ganz vorne in der Reihe der Bremer Sehenswürdigkeiten. Stellt euch eine eher schmale Gasse zwischen perfekt hergerichteten, riesigen und reich verzierten roten Backsteinhäusern vor. In der Gasse ruft jeder Laden „komm rein“ – Buchgeschäft, Schmuck, Spielzeug, Deko, Design, Seifen … Am beeindruckendsten sind aber definitiv die Gebäude!

 

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Die Bonbon-Fabrik

Kiddi-Highlight in der Böttcher-Straße: Ein unglaublich toller Bonbonladen. [In dem wir jeden Tag mindestens einmal waren. Legendäre Lutscher!] Ab Tag 2 in Bremen kannten unsere Kids den Weg vom Marktplatz dorthin schon blind. Man kann dort auch zuschauen, wie die Zuckerstangen und Lutscher hergestellt werden.

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Die Schlachte

So heißt die Promenade an der Weser. Wir hatten Pech mit dem Wetter als wir dort waren, aber ohne Regen ist das eine schöne Straße voller Restaurants und Cafés zum Draußensitzen mit Blick auf den Fluss. Dass es so voll war dort trotz des schlechten Wetters spricht für die Beliebtheit der Promenade.

 

Eine Hafenrundfahrt

Für mich immer ein absolutes Muss, sobald irgendwo ein Wasser in der Nähe ist: Boot fahren. Ich mag das, einfach dazusitzen und die Gegend von dieser Seite aus zu erkunden. Wenn es dann noch einen „richtigen“ Hafen gibt mit diesen beeindruckenden Containerschiffen bin ich im Glück. In Bremen haben wir die Hafenrundfahrt im Stadtbereich gemacht. Sie führt vorbei an teils richtig tollen Stadthäusern, riesigen Känen, der Überseestadt und dem Industriehafen.

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Die Rundfahrt startet mehrmals täglich am Martinianleger nicht weit vom Marktplatz entfernt und dauert etwa 1,5 Stunden. Tickets für Erwachsene kosten 11 Euro, Kinder bis 14 Jahren 6,50 Euro.

 

Das Pfannkuchen-Schiff

Als die Kids mitbekommen haben, dass in Bremen ein Pfannkuchenschiff liegt, gab’s kein Halten mehr. Die ganze Hafenrundfahrt lang mussten wir uns anhören, wie sie gesungen haben „Pfannkuchenschiff, wir wollen aufs Pfannkuchenschiff“. Also sind wir hin. Was wir vorher gar nicht wussten: Das ganze Schiff ist im Piratenstil gestaltet bis hin zu den Bedienungen mit Augenklappe. Falls ihr auch kleinere Jungs habt, muss ich jetzt sicher nicht mehr sagen, oder? Wir waren auf jeden Fall seeeehr seeehr lange auf diesem Schiff 😊 Die Pfannkuchen waren aber auch extrem gut und für uns war so ein Restaurant-Ambiente etwas total Neues, so dass wir es alle vier – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen – dort klasse fanden. Die Preise fürs Mittagessen sind übrigens sehr fair, fand ich.

Gleich neben dem Pfannkuchenschiff liegt die Alexander von Humboldt. Das Becks-Schiff mit den grünen Segeln ist heute auch ein Restaurant. Falls ihr nicht so auf Pfannkuchen und Piraten steht …

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Das Überseemuseum

Das hatte ich mir gewünscht, schon der Name ist doch verlockend, oder? Überseemuseum – das riecht nach Freiheit, Ferne und coolen Abenteuergeschichten. Über dem Eingang hängt auch ein Plaket mit den Worten „Faszination Ferne“. Die große Ausstellung ist ein Mix aus Völker-, Natur- und Landeskunde. Sehr liebevoll gestaltet und aufgebaut. Das Ganze begleitet vom Nachhaltigkeitsgedanken. Dafür gab es auch schon eine Auszeichnung der UNESCO.

Ich finde es immer interessant, mit Kindern ins Museum zu gehen, weil sie oft ganz andere Sachen entdecken und spannend finden als wir. Im Überseemuseum waren die Koi-Karpfen, die man anfassen durfte, der unangefochtene Höhepunkt unserer Kids [meiner war übrigens der Moment, als Kiddo 2 in den Koi-Teich gefallen ist].

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Das lohnenswerte Museum liegt direkt am Hauptbahnhof, Tickets kosten 6,50 Euro.

 

Das Geschichtenhaus

Noch ein Museum, aber der ganz anderen Art: Im Geschichtenhaus spielen Schauspieler verschiedene Episoden der Bremer Stadthistorie nach. Man taucht ein in das Bremer Mittelalter, durchquert verschiedene Szenen der einzelnen Jahrhunderte und kommt schließlich im letzten Jahrhundert wieder raus. Alles ist stilecht auf die jeweilige Zeit abgestimmt. Eine richtig schöne Idee vor allem, wenn man Kindern ein bisschen Geschichte nahe bringen möchte.

Bremen mit Kindern

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Bremer Geschichtenhaus im Schnoor, Eintritt für einen Erwachsenen mit bis zu zwei Kindern 7,50 Euro.

 

Das Schnoor

Das Geschichtenhaus liegt mitten im Schnoor-Viertel. Das ist das älteste Stadtviertel in Bremen aus dem 15. und 16. Jahrhundert, eine absolut pittoreske Gegend voller kleiner Gässchen mit niedlichen Häusern, Cafés und Geschäften. Natürlich ein Touristenmagnet, aber so wie überall in Bremen bleibt es auch hier ziemlich entspannt. Schnoor kommt übrigens vom niederdeutschen Snoor = Schnur und bezieht sich darauf, dass die Häuser hier alle wie Perlen an einer Schnur aufgereiht sind.

Wir hatten endlich mal Wetterglück und konnten durch diese nette Ecke im Sonnenschein bummeln. Mehr unter Bremen Schnoor.

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Die Residenz mit Spielplatz-Anschluss

Wenn ihr meine Kids fragt, was sie auf den vordersten Plätzen unserer Top Ten sehen, wäre die Antwort: Der tolle Spielplatz. Ja, manchmal hat man einfach Glück mit der Unterkunft, denn nur ein paar Meter vom Hotel entfernt war diese Tobegelegenheit für unsere zwei. Sehr angenehm, so ein Lockmittel, sowohl beim Start in die Stadtbesichtung als auch auf dem Nachhauseweg gab’s hier für die Kids noch Spielzeit.

Bremen mit Kindern

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Noch mehr Glück hatten wir mit dem Hotel Résidence. Passend zu Bremen fand ich die gediegene Ausstrahlung, super das tolle Frühstück. Sehr passend für uns war das geräumige Familienappartment, das wir im Nebengebäude hatten. Auch das ein Punkt, der mich gleich mal entspannt hat vom Start weg.

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Noch ein paar Tipps

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Stadt zu erkunden. Praktisch sind die Audio-Guides, die es bei der Touristeninformation in der Nähe des Marktplatzes gibt. Angereichert mit viel Wissenswertem führt einen der Audio-Guide zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Es gibt eine Version extra für Kinder.

Eine andere oder auch ergänzende Orientierung bietet die Nagel-Route. Hier sind tatsächlich große silbernfarbene Nägel im Straßenpflaster verankert, andhand derer man sich durch die Stadt führen lassen kann. So à la Schnitzeljagd. Haben wir nicht gemacht, aber die Idee ist schon witzig, oder?

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Weil es natürlich noch viel mehr zu entdecken gibt in Bremen, hier noch ein paar Links zu einigen anderen Familienreisebloggern und ihren Erfahrungen in dieser schönen Stadt:

 

Wir waren zu unserem Besuch von Bremen Touristik eingeladen – herzlichen Dank! Mein Bericht gibt unsere Erfahrungen und meine unvoreingenommene Meinung wieder.

 

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