Kurzurlaub mit Kindern: Berlin-Grünau

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So – der Winter ist vorbei, Ski- und Schneeabenteuer liegen hinter uns. Jetzt ist es höchste Zeit, weiter zu planen. Ohne die nächste Reise im Kalender werde ich immer ganz unruhig! Geht es euch auch so? Dann kommt hier mein Tipp für einen schönen Kurzurlaub: Im vergangenen Jahr haben wir nämlich etwas sehr Nettes ausprobiert und eine Städtereise mit einem Naturerlebnis kombiniert. Wir waren fünf Tage in Berlin-Grünau.

Grünau gehört zum Bezirk Treptow-Köpenick, andere Orte hier sind Köpenick (ja, der Ort von Carl Zuckmayers „Hauptmann von Köpenick“), Oberschöneweide, Schmöckwitz, Müggelheim, Rahnsdorf und Friedrichshagen. Und eben Grünau. Der Name ist Programm: Unser Ferienhäuschen lag komplett im Grünen – weshalb unsere Kids anfangs dachten, Berlin sei ein nettes Dörfchen auf dem Land. Die ganze Region ist sehr idyllisch, stellt euch hauptsächlich Wasser, Wald und kleine beschauliche Orte vor. Hübsch sind zum Beispiel Köpenick selbst oder auch Friedrichshagen. Hier könnt ihr über Kopfsteinpflaster vorbei an schönen Hausfassaden spazieren oder euch in Restaurants direkt ans Wasser setzen. Die Gegend ist durchzogen von Wasserwegen, viele Häuschen stehen direkt am Ufer der kleineren Wasserstraßen. Der mit 7,4 Quadratkilometern größte See Berlins, der Müggelsee, liegt hier.

Kurzurlaub mit Kindern
Auf dem Müggelsee selbst fahren auch Ausflugsdampfer.  Wir haben eine richtig schöne Rundfahrt mit Abstechern in die Seitenarme des Sees gemacht. Empfehlen kann ich euch, die Tour bei Rübezahl zu starten: Rübezahl war früher ein Ausflugsrestaurant und ist heute eine ganze Ferien-/Ausflugsanlage am Müggelsee. Die rund einstündige Bootstour hat einen Stopp direkt an der Anlegestelle dort. Das heißt, ihr könnt den Ausflug im Biergarten bei Rübezahl starten, die Kids spielen auf dem schönen und großen Spielplatz direkt daneben und danach geht’s aufs Boot. Es gibt natürlich auch einige andere Möglichkeiten, große und kleinere Bootstouren findet ihr zum Beispiel bei Stern und Kreis.

Rolf Handke pixelio.de

Seefahrt, Abenteuerspielplatz, Schlendern über Kopfsteinplaster, Waldspaziergänge, viel Auslauf für die Kids und totale Ruhe abends im Garten … das war die eine Seite unseres Kurzurlaubs mit Kindern. Die andere: Die S-Bahn braucht von Grünau knapp eine halbe Stunde bis Berlin-Mitte 🙂

Wir waren (wieder mal) besonders privilegiert, weil Oma und Opa mitgeurlaubt haben und dadurch sogar zwei Berlin-Trips nur für Mami & Papi raussprangen. Aber auch mit den Kids ist Berlin toll. Was man mit Kindern in Berlin alles machen kann – wenn man überhaupt ein spezielles Kinderprogramm sucht, ich finde ja, ein bisschen „normales“ Sightseeing halten die Kleinen durchaus mal aus –  findet ihr zum Beispiel auf den Seiten von www.berlin.de.

Kurzurlaub mit Kindern
Wir haben es mit den Kindern ruhig angehen lassen, sind durch die Stadt geschlendert, auf den Fernsehturm am Alex (Alexanderplatz in Mitte, zum Fernsehturm-Besuch lest unten gleich mehr) und waren an einem Regentag auch mal im Kino am Potsdamer Platz. Unsere Große war sehr beeindruckt von den Dimensionen dort – Stuttgart ist halt doch ein bissle kleiner. Der Schlümpfe-Film im Multiplex war denn auch natürlich ihr persönliches Berlin-Highlight 😉

Fazit nach fünf Tagen: Wir fanden den Wechsel von Naturerlebnis zu Großstadt-Feeling und wieder zurück toll, der ganze Kurzurlaub hat sich dadurch auch länger angefühlt als er war.

Und weil es so schön war (und auch weil wir leider etwas Wetter- und Erkältungspech gehabt hatten), werden wir diese Pfingsten unseren Natur- & Hauptstadt-Trip neu auflegen. Diesmal logieren wir auf einem kleinen Reiterhof in Schöneiche etwa 25 Kilometer vor Berlin. Und wieder wird es ein Kurzurlaub mit Kindern und mit den Großeltern. Damit liegen wir übrigens offenbar im Trend. Wie ich hie und da lese, verreisen immer mehr Familien im Drei-Generationen-Trupp. Ich kann das nach unseren Erfahrungen sehr empfehlen! Wir nehmen aber immer zwei getrennte Unterkünfte innerhalb desselben Hauses oder derselben Anlage, damit Oma und Opa auch mal ein paar Minuten Ruhe bekommen.

Ich werde dann natürlich wieder berichten!

Was richtig gut geklappt hat:

Die Kombination aus Natur und City war für diesen Kurzurlaub mit Kindern einfach super. Nach dem Sightseeing in Berlin noch eine Runde Toben im Garten – perfekt für unsere beiden Hummeln. Grünau hat eine tolle Lage mitten drin und eben den S-Bahnanschluss.

Was wir beim nächsten Mal anders machen würden:

An einem verregneten Tag bin ich mit Kiddi Nr. 1 (damals sechs Jahre alt) auf den Fernsehturm am Alexanderplatz, weil ich dachte, das ist Turm und tolle Aussicht von hoch oben und so weiter, sicher perfekt für die Kleine. Wir haben richtig viel Geld bezahlt und nach einem etwa zwei Sekunden langen Blick aus dem Fenster ließ Kiddi 1 verlauten, man möge jetzt  bitte wieder gehen, sie habe ja nun alles gesehen. Da half dann auch kein „oh schau mal, ein pinkfarbenes Haus [Kiddi 1 war noch mitten in der rosa/pink-Phase]“ oder „oh, süß, schau mal, so kleine Menschen da unten“ … das Einzige, was die Kleine richtig gut fand, waren die Gummibärchen, die ihr der Aufzugschaffner in die Hand drückte. Wir waren also gerade mal 20 Minuten oben, so lange haben meine Nerven mitgemacht. Und dafür sind 22,00 Euro dann doch ein bisschen viel. Tja, wieder was gelernt 😉

 

 

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2 Antworten

  1. Eine tolle Idee für den nächsten Städtetrip, danke!

    Kleiner Tipp fürs nächste Mal Berlin: Fahrt auf das Park Inn am Alex. Das ist viiiel billiger, niemand steht an und ihr könnt von oben den Fernsehturm sehen 😉 meine Kids fanden das toll und wollten gar nicht mehr runter…

    Gruß
    Jenny

    • Hi Jenny, das ist ein toller Tipp, herzlichen Dank! Wir sind ja Pfingsten wieder da und dann testen wir gleich mal diese Idee für Berlin von oben. LG Stefanie

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