Soo schön! Oder warum wir unsterblich verliebt in die Toskana sind

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Ich glaube, es gibt nicht viele Ecken in Europa, die jeder einfach nur wunderschön findet, oder? Die Toskana gehört definitiv dazu. Ich kenne jedenfalls niemanden, der nicht begeistert aus dieser italienischen Region zurückkommt. Und die meisten fahren immer wieder hin. Wir auch 😊

Diese Pfingsten waren wir in der Nähe von Siena, auf einem Landgut in Asciano. Und „wir“ hieß diesmal 20 Erwachsene und 15 Kinder – eine alte Schulclique, die inzwischen zu einer Art Familienclan angewachsen ist. Weil wir so viele waren, konnten wir die ganze Agriturismo-Anlage Aia Vecchia di Montalceto mieten. Hach! Stellt euch alte superschöne Gemäuer auf einem Hügel vor, überall Bäume, Büsche und Blumen, einen großen Pool – und eben diesen Blick in die umliegende Toskana-Landschaft. Spektakuläre Sonnenuntergänge inklusive.

Toskana mit Kindern_Agriturismo

Hm, sagt ihr jetzt vielleicht, hübsche Landschaften gibt es aber auch in vielen anderen Regionen Südeuropas. Was also hat die Toskana, das sie zu solch einer Rundum-Schönheit macht? Für mich ist es vor allem das Zusammenspiel dieser Highlights:

 

Der Duft der Hügel und die Sonnenuntergänge

Diese sanft geschwungenen Landschaftslinien sind echt einzigartig und nicht umsonst das Wahrzeichen der Toskana. Man kann sich tatsächlich schwer sattsehen an den vielen Facetten von Grün der Hügel. Und dann sorgen auch noch Pinien, Zypressen, Olivenbäume und Wein überall für einen würzig-lieblichen Duft, der dank des leichten Windes dauernd in der Luft liegt.

Toskana mit Kindern

Toskana mit Kindern_Montepulciano

Spektakulär sind in so einer Landschaft natürlich die Sonnenuntergänge. Was soll ich sagen – ein tägliches Schwärmen und Schmachten, im Juni ab abends gegen acht.

Toskana mit Kindern

Toskana mit Kindern

 

Die Gebäude auf den Hügeln

Highlight Nummer zwei sind diese wundervollen Landgüter oben auf den Hügeln. Wenn ihr die Toskana kennt, wisst ihr, was ich meine. Wenn ihr noch nie dort wart: Ich zeige euch am besten mal das Agriturismo, in dem wir unsere Toskana-Woche verbringen durften.

Toskana mit Kindern_Agriturismo

Toskana mit Kindern_Agriturismo 3

Toskana mit Kindern_Agriturismo

Toskana mit Kindern_Agriturismo Toskana mit Kindern_Agriturismo

 

Überhaupt die Städte: Diesmal Siena und Montepulciano

Die Städte in der Toskana haben es in sich: Geschichte pur, schöne Sehenswürdigkeiten ohne Ende. Und by the way: Alles seeehr gute Shopping-Spots! Die Hauptstadt der Toskana ist Florenz im Norden – Uffizien, Ponte Vecchio, Dom & Co. sind weltberühmt. Andere große Städte heißen Arezzo, Grosseto, Livorno, Lucca, Pisa, Pistoia, Prato.

Toskana mit Kindern

 

Siena

Wir waren in der Nähe von Siena – einer mittelalterlichen Stadt, deren historisches Zentrum zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. Rund um den großen halbrunden und schräg angelegten Platz Piazza del Campo verlaufen die kleinen Altstadtgassen, durch die wir gebummelt sind. Toll muss die Sicht vom Turm des Palazzo Communale auf der Piazza sein. Man kann Tickets für bestimmte Besichtungszeiten kaufen und hat nach einer anstrengenden Treppen-Tour ein schönes Panorama über die Stadt.

Toskana mit Kindern_Siena

Toskana mit Kindern_Siena

Toskana mit Kindern_Siena

Ziemlich spektakulär fand ich auch den großen Dom. Er besteht aus weißem und schwarzem Marmor und ist eines der bedeutendsten gotischen Bauwerke in Italien.

Toskana mit Kindern_Siena

Toskana mit Kindern_Siena

Toskana mit Kindern_Siena

 

Montepulciano

Obwohl wir meistens in unserem Agriturismo in den Liegestühlen gelümmelt haben: Ins 30 Minuten entfernte Montepulciano haben wir es trotzdem geschafft. Und das hat sich extrem gelohnt. Ich kannte bislang nur den gleichnamigen Wein. Dass auch der Ort so hübsch ist, hatte ich nicht gewusst. Montepulciano liegt auf einem Hügel, ist umgeben von einer Stadtmauer und am besten beschrieben mit dem Wörtchen pittoresk. Wir sind durch enge entzückende Gässchen bis zum höchsten Punkt des Örtchens gepilgert – tolle Aussicht! – und dann durch die Nachbargässchen wieder runter.

In Bildern sieht das dann so aus:

Toskana mit Kindern_Montepulciano

Toskana mit Kindern_Montepulciano

Toskana mit Kindern_Montepulciano

Toskana mit Kindern_Montepulciano

Toskana mit Kindern_Montepulciano

Toskana mit Kindern_Montepulciano

 

So viel Schönheit im Detail

Sagte ich schon, dass die Toskana einfach komplett schön ist? Wie ein I-Tüpfelchen sind für mich die zahllosen kleinen Winkel und Ecken, in denen wir Kurioses, Interessantes und einfach viel Hübsches entdeckt haben. Du schaust hoch und siehst einen Vintage-Balkon mit Schmiedeeisen-Geländer und natürlich perfekt passenden Blumentöpfchen. Oder in der Metzgerei gibt es heute Wildschwein und passend dazu hängt der Wildschweinkopf an der Tür. Kleine Heiligen-Ecken einfach so am Gebäude. Und dann wieder coole Shops mitten im mittelalterlichen Ambiente. Oh, amore mio!

Toskana mit Kindern_Montepulciano

Toskana mit Kindern_Siena

Toskana mit Kindern_Montepulciano

Toskana mit Kindern_Montepulciano

Toskana mit Kindern_Montepulciano

Toskana mit Kindern_Montepulciano

Toskana mit Kindern_Montepulciano

 

Hin und Weg

Einziger Wehrmutstropfen bei aller Toskana-Liebe: Es ist echt weit. Selbst von Stuttgart aus sind es noch rund zehn Stunden. Mindestens. In den Ferien – ich sag euch! Wir haben jeden Stau mitgenommen und waren 14 Stunden unterwegs. Deshalb ein Tipp, den ich mir fürs nächste Mal von meinen klügeren Freunden abschauen werde: Unbedingt einen Zwischenstopp einlegen. Zum Beispiel in Como, Mailand oder auch in den schönen Schweizer Bergen.

A propos Schweiz: Das Nadelöhr Gotthard Tunnel ist auch so eine Sache. Auf der Hinreise wollten wir den Stau dort vermeiden und standen dafür am Bernadino. Aber auf der Rückreise hatten wir so die Nase voll von der Steherei, dass wir vor dem Gotthard spontan abgebogen und über den Pass gefahren sind. Das hat uns insgesamt nicht mehr als eine halbe Stunde mehr Zeit gekostet (die wir sowieso im Stau vor dem Tunnel verbracht hätten btw). Aber der Umweg hat uns eine wunderschöne Stippvisite in die Schweizer Bergwelt beschert. Die Passroute fand ich genial, inklusive Stopp an der Panorama-Hütte zum Bratwurst-Essen.

Toskana_Anfahrt_GotthardPass

 

Mein Fazit dieser Toskana-Woche

HERRLICH! Eine Reise für die Seele!

 

Habt ihr auch noch Tipps für die Toskana oder sogar die Toskana mit Kindern? Wo hat es euch denn besonders gut gefallen? Ich freue mich über Insider-Knowhow – denn wir fahren ganz sicher irgendwann wieder in diese italienische Lieblingsregion.

 

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