Sieben extrem beeindruckende Reiseziele: Blogger berichten. *Blogparade*

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Reisen macht unsagbar glücklich, ist es nicht so? Wir können nicht genug davon bekommen, andere Orte zu erkunden. Jede Reise hat ihren eigenen Charakter und hinterlässt ihre eigenen Spuren.

Aber manche Reisen sind so außergewöhnlich beeindruckend, dass wir immer wieder an sie zurückdenken. Wir haben Orte und Menschen kennen gelernt, die vielleicht unser Weltbild geändert haben. Erfahrungen gemacht, durch die wir wachsen konnten. Oder unseren Lieblingsplatz auf der Erde gefunden, einen Ort, an den wir immer und sofort zurückkehren würden.

Beim (Individual)Reisen besuchst du ein Land und anfangs findest dich dort einfach mal irgendwie zurecht. Kann durchaus auch stressig sein. Mit den Tagen wird es dir vertrauter, die allererste Anspannung verschwindet, du wirst locker und lässt dich auf das Fremde ein. Farben, Gerüche, Geräusche, Natur und Gebäude, manchmal ist einfach alles anders. Oft auch so wunderschön, dass es einem den Atem nimmt. Nach und nach entdeckst du immer mehr und lernst durch die Begegnungen mit den Menschen dort, wie vielfältig unsere Welt ist. Du merkst, dass die teils abstrakt wirkenden Fernsehbilder, die manchmal auch auf dem Mond gedreht sein könnten, weil alles extrem weit weg erscheint, also, dass diese Bilder in wirklich existierenden Regionen mit echten Menschen entstanden sind. Menschen, die dir auf deiner Reise dann auf einmal gegenüber stehen. Live und in Farbe. Du verinnerlichst, dass der abgedroschene Spruch von der einen Welt, in der wir alle leben, WIRKLICH stimmt.

Bist du dann wieder zuhause, haben sich deine Reiseerlebnisse oft tief eingegraben. Mir geht es so. (Manche Erlebnisse friere ich geradezu ein, um sie dann im November am Büroschreibtisch wieder aufzutauen). Manche Reisen haben das auf ganz besonders eindrückliche Art und Weise getan. Meine Reise nach Tibet zum Beispiel hat mich nie mehr ganz losgelassen.

Beeindruckende Reiseziele Tibet

Und weil ich nicht nur gern reise, sondern auch neugierig darauf bin, was andere auf ihren Reisen erleben, habe ich die Blogparade „Meine beeindruckendste Reise“ ausgerufen. Und mich enorm gefreut, damit interessante Berichte über beeindruckende Reiseziele quasi frei Haus auf den Bildschirm zu bekommen.

Den Anfang hat Suitbert von Photo Monz gemacht und von seiner Reise in die Antarktis berichtet. SÜDPOL! Wow. Die Reise war seit Ewigkeiten Suitberts Traum und es hat Jahre gedauert, bis er ihn wahr machen konnte. Und – das fand ich am schönsten an dem Bericht – das Eindrücklichste waren dann nicht die Eisberge, Pinguine oder das strahlende Blau. Nein, der beeindruckendste Moment dieser Reise war einer der absoluten Stille. Als das Schiff sich an einem frühen Morgen langsam durch ein Feld von Eisschollen schob, schienen Suitbert die Ruhe und die Weite der Eislandschaft unendlich.

Bleiben wir bei Eis und Schnee. Wechseln für den nächsten Bericht aber auf die andere Seite der Erdkugel: Antje war in Island und tief beeindruckt von Vulkanen, Geysiren & Co. Highlight war bei ihr das Anstaunen des Polarlichts. Und auch Gullfoss, ein tönender Wasserfall mit Eisrändern. Oder der Moment, als sie die ganze Kraft gespürt hat, die dem Geysir Stokkur inne wohnt. Oder als sie in der Blauen Lagune gebadet hat. Antje beschreibt ihre fünftägige Rundreise auf ihrem Blog Seniortraveller genau und ehrlich, sie lässt auch nicht aus, dass Island leider teuer ist. Hach!

Gleich einen ganzen Kontinent hat Lena von Family4Travel beigesteuert. Sie ist mit Mann und zwei Kindern fast ein Jahr durch Europa gereist. Mit schulpflichtigen Kindern! Da ist die Vorbereitung schon beeindruckend. Und die Reise natürlich erst recht. Europa in all seinen Ausdehnungen: Vom Salzkammergut in den Balkan, dann über die Türkei nach Griechenland, Albanien und Italien, Spanien, Portugal und Frankreich. Und als krönenden Abschluss dann auch noch über die Orkney Inseln bis nach Island und sogar bis nach Spitzbergen, also an den äußeren Nordrand Europas. Mir fehlen die Worte. Lest mal bei Lena selbst nach. Sie hat eine ganze Menge über diese Reise geschrieben 🙂

Wenn wir schon bei Langzeitreisen sind: Für mich mit enormen Neidfaktor gekoppelt ist Evas Bericht auf ihrem Blog Hiddengem über sechs Monate Safari in Afrika. Für mich zählt dieser Kontinent immer noch zu den großen Traumzielen, bislang war ich nur in Kenia. Das hat aber schon gereicht, um den Sehnsuchtskeim abzukriegen. Eva ist ein halbes Jahr mit Freund und Pick-Up durch diese wunderbaren Landschaften getourt. Südafrika, Namibia, Zimbabwe, Lesotho, Mosambik, Swasiland, Malawi … Ich weiß nicht, ob ich mich das trauen würde, ehrlich gesagt. Die Reise muss unglaublich gewesen sein. Und die gesammelten Erfahrungen auch. Weil man es nicht besser zusammenfassen kann, klaue ich mal bei Eva selbst: Wir erhalten Unterricht am Liveobjekt. Wie fahre ich mit einem Jeep ohne Schnorchel durch brusttiefes Wasser, wie überquere ich die Crocodile Bridge ohne Aussteigen zu müssen, um die Wassertiefe zu prüfen. Wie erkenne ich, wann ein Elefantenbulle verärgert ist und ich rechtzeitig das Weite suchen soll? – Abenteuer at its best!

Und weil die Sehnsucht ja nie zu viel angestachelt werden kann, kam kurz darauf Sabines Erzählung auf Reisespatz von ihrer Namibia-Reise und Begegnungen mit Wüstenelefanten. Wusstet ihr überhaupt, dass es Wüstenelefanten gibt? Ich – äh – bislang nicht. Diese Elefantenart läuft siebenmal mehr als „normale“ Elefanten am Tag und kann bis zu vier Tage ohne Wasser auskommen (im Gegensatz zu 160 Litern Wasser, das die anderen Elefanten täglich trinken). Sabine schildet mit vielen vielen tollen Fotos, wie sie diese beeindruckenden Tiere bei einer Safari kennen lernen konnte. #daswillichauch!

Mit seinem Roadtrip in Californien hat sich Ingo vom ehotel bei meiner Blogparade beteiligt. 756 km von L.A. nach San Francisco auf dem Pacific Coast Highway haben er und seine beiden Töchter zurückgelegt. Begegnet sind sie dabei „beeindruckenden Landschaften, traumhaft schönen Ausblicken, schrillen Typen, Lebenskünstlern und unglaublichen Projekten“ wie der Golden Gate Bridge. Ingo beschreibt die einzelnen Reisestationen und liefert, was ich immer klasse finde, gleich noch ein paar historische Facts zu den einzelnen Orten.

Und zum Schluss noch eine Langzeitreise: Hartmut von 4aufeinenstreich hat drei Monate Elternzeit in Neuseeland verbracht. So muss man es machen, ich ärgere mich heute noch, dass ich diese Gelegenheit für eine längere Auszeit verpasst habe. Aber ich war leider zu unentspannt damals. Hartmut lebt in Schweden und dort kann man Elternzeit ansparen und bis zum 8. Lebensjahr des Kindes nehmen. Cool! Mit dem Wohnmobil sind die 4aufeinenstreichs einmal um die Südinsel Neuseelands gedüst und wenn ich mir die Bilder anschaue, dann würde ich am liebsten sofort hinfliegen. Robbenbabys an Traumstränden, eisblaue Seen in den Bergen und Einsamkeit am East Cape, Neuseeland muss unglaublich sein. Interessant auch, wie Hartmut schreibt, dass gerade das Zusammensein in der Familie auf dieser Reise das besondere Highlight war. Genug Zeit, keine Hetze und die Abgeschiedenheit haben entspannt, alle genossen den Augenblick und lebten in den Tag hinein.

Ganz unterschiedliche Reisen, ganz unterschiedliche Erfahrungen: Ganz weit weg, ganz lange, ganz abenteuerlich – oder auch alles zusammen. Nochmal ein dickes Dankeschön an Antje, Eva, Lena, Hartmut, Ingo, Sabine und Suitbert! Ich fand eure Beiträge beeindruckend, ihr Lieben!

Und jetzt wünsche ich euch ganz viel Spaß beim Lesen. Aber Achtung: Reisefieber-Gefahr!

 

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2 Antworten

  1. Liebe Stefanie,
    da reicht ja schon die Zusammenfassung, um das Fernweh hochzuheizen – vor allem wenn der bislang warme November sich jetzt auch noch regnerisch zeigt. Die Blogparade war ein schöne Idee! Mir hat die Zeit zum Mitmachen gefehlt (zum Glück lag das daran, dass ich mal wieder verreist war und nicht an zu viel Arbeit :-). Sonst hätte ich sicher von meinen vier Monaten allein mit dem fünfjährigen Sohn in den drei Amerikas berichtet. Highlights daraus gibt’s auf unterwegsmitkind.com im Archiv von Januar (Ecuador), Februar (Panama), März (Costa Rica) und April (USA – Südwest)
    Liebe Grüße
    Gela

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